Geschichte des Red Bull Ring. Ein Ort der Mythen und Legenden
Oft wird das nur zwei Kilometer entfernte Zeltweg als Lage des Kurses angegeben; obwohl sich die Rennstrecke auf dem Gemeindegebiet Spielberg befindet. Auf dem nur 2 km entfernten Fliegerhorst Zeltweg-Hinterstoisser fand 1964 der erste Große Preis von Österreich statt.
Die Geschichte der Rennstrecke vom Österreichring zum Red Bull Ring
Die Rennstrecke wurde im Jahr 1969 mit einer Länge von rund sechs Kilometern gebaut und bis 1987 unter anderem für die Formel-1 Rennen Großer Preis von Österreich genutzt. Die Anlage wurde am 26. Juli 1969 mit Trainingswettbewerben und einem Tourenwagenrennen eingeweiht. Der Österreichring war ein Hochgeschwindigkeitskurs und galt zwischenzeitlich als schnellste Strecke der Formel 1. Nach zwei Startkollisionen mit Millionenschaden verabschiedete sich die Formel 1 1987 für zehn Jahre.
1995/1996 wurde die Strecke - nach langen politischen Diskussionen - umgebaut, auf 4318 m verkürzt und auf den neuesten Sicherheitsstandard gebracht. Zwischen 1997 und 2003 fanden sieben Formel-1-Rennen statt. Im Vergleich zur ursprünglichen Streckenführung verfügte der umgebaute A1-Ring - benannt nach dem österreichischen Mobilfunkanbieter A1 (Mobilkom Austria) - nicht mehr über die zahlreichen schnellen „Mutkurven“. Daher war er bei einigen Fahrern nicht mehr so beliebt wie der alte Österreichring. Doch die Charakteristik begründete jeweils sehr spannende Rennverläufe. Mehrere Stop-and-Go-Abschnitte erlaubten viele Überholmanöver. Daher war der A1-Ring letztlich auch richtungsweisend, weil er vielen nachfolgend umgebauten Rennstrecken als Vorbild diente, so beispielsweise auch dem neuen Hockenheimring, wo die Spitzkehre nach der Parabolika ebenfalls das Überholen erleichtert.
2003 verabschiedete sich die Formel 1 ein zweites Mal aus der Steiermark, diesmal wohl hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Offiziell wegen des kommenden Tabakwerbeverbotes in der EU.
Anschließend erwarb Dietrich Mateschitz mit seiner Red Bull GmbH das Gelände und wollte es zu einer Motorsport- und Flugakademie ausbauen. Es waren angeblich Investitionen von bis zu 750 Millionen € geplant. Aufgrund von Einsprüchen aus der Bevölkerung und eines negativen Bescheides des österreichischen Umweltsenats ließ Red Bull wieder von den Plänen ab. Inzwischen war aber bereits mit Abbrucharbeiten begonnen worden, sodass die Rennstrecke in der Folge nicht benutzbar und durch den Teilabbruch auch die vorhandene Betriebsgenehmigung erloschen war.
Nach intensiven Bemühungen der steirischen Politik war es jedoch anfangs gelungen, ein Nachfolgeprojekt in die Wege zu leiten mit dem Ziel, die Rennstrecke wieder zu reaktivieren und daneben als Teststrecke für die Industrie interessant zu machen. Als Partner waren wiederum Red Bull beteiligt, zudem die Konzerne KTM, VW und Magna. Geplanter Baubeginn für die neue Rennstrecke war 2007. Nach dem endgültigen Ausstieg des Volkswagen-Konzerns aus dem Projekt Spielberg wurde der Wiederaufbau zunächst nicht durchgeführt.
Im April 2008 wurde bekannt, dass Red Bull die bereits abgerissene Rennstrecke wieder aufbauen wollte. Zusätzlich sollte auch die alte Westschleife renoviert und an die „neue“ Rennstrecke angebunden werden. Die Rennstrecke erhielt den Namen Red Bull Ring.
Ende September 2010 gab die DTM ihren Start am 5. Juni 2011 am Red-Bull-Ring bekannt. Der Ring wurde am 15. Mai 2011 mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet.
Header Foto: Projekt Spielberg/Erwin Polanc @ http://www.projekt-spielberg.at
Text und Grafik Streckenführung: Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike
GNU Free Documentation License @ http://de.wikipedia.org/wiki/Red_Bull_Ring

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